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Der Mythos der großen
Pyramide
Wer kennt sie nicht, die großen, steinernen Monumente,
die Pyramiden, die selbst heute noch wie selbstverständlich in der
Wüste Ägyptens, in Mexiko und noch an vielen weiteren anderen Orten
der Welt zu sehen sind? Die wohl berühmtesten und beeindruckendsten von
ihnen sind die Pyramiden von Gizeh, unter ihnen auch die „Große
Pyramide“, die „Cheopspyramide“, die zu den sieben Weltwundern
gehört. Doch wie wurden diese über 140m hohe Pyramide überhaupt
gebaut, woher hatten die alten Ägypter das „Know–how“ und
vor allem, welchen Zweck hatte die Pyramide?
1. Der Bau der CheopspyramideDie Cheopspyramide, vermutlich zur Zeit des ägyptischen
Pharaos Cheops erbaut, war zu dieser Zeit, etwa 2500 v. Chr., nicht nur ein
Meisterwerk der Architektur, sondern auch unübertroffen, was den
Arbeitsaufwand angeht. Archäologen vermuten, dass etwa 100000 bis 200000
mehr oder weniger „freiwillige“ Helfer am Bau der Pyramide beteiligt
waren. Dazu kommen vermutlich noch mehrere tausend für die Bearbeitung und
den Transport der gewaltigen Steinblöcke, oder auch Monolithen genannt. Die
in der Cheopspyramide verwendeten Monolithen haben teilweise ein Gewicht von 40
oder gar 50 Tonnen. Hier besteht auch bereits das erste Problem. Man kann sich
gut vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, diese Kolosse aus den weit
entfernten Steinbrüchen Arabiens bis nach Ägypten zu schaffen. Wie
also gelang es den Ägyptern, die insgesamt über 2.300.000 (!)
Monolithen von den Steinbrüchen bis zur Pyramide zu transportieren? Es gibt
die wildesten Theorien darüber, zum Beispiel sollen sie über Rollen
aus Holz Kilometer weit gezogen worden sein. Eigentlich gar nicht so abwegig,
allerdings hätte man Tausende von Tonnen Holz benötigt, und Holz war
zu dieser Zeit ein sehr seltener Rohstoff im Nilgebiet. Aus Überlieferungen
wissen wir, dass damalige Architekten sehr sparsam in der Verwendung von Holz
als Baustoff waren. Ebenfalls hätten Monolithen von 50 Tonnen auch bis
heute noch nachweisbare Spuren hinterlassen müssen. Es gibt aber keinerlei
Anzeichen dafür. Daher ist es völlig ausgeschlossen, dass die
Monolithen auf diesem Weg zur Pyramide geschafft wurden sind. Eine andere
Möglichkeit wäre der Transport über den Nil. Doch auch hier gibt
es zwei schwerwiegende Probleme! Erstens war es beinahe unmöglich, mit den
in der damaligen Zeit zur Verfügung stehenden Schiffen Lasten von solchem
Gewicht zu transportieren, also konnten höchstens kleinere Steinbrocken
verschifft werden, und selbst wenn dies ebenfalls mit den 50 Tonnen schweren
Monolithen möglich gewesen wäre, hätte man niemals in 30 Jahren
(das ist ungefähr der Zeitraum, in dem die Pyramide fertiggestellt wurde)
über 2.000.000 Monolithen auf diese sehr zeitraubende Weise transportieren
können. Doch wie haben die alten Ägypter nun das Baumaterial für
ihr Bauwerk bekommen? In der Nähe der Pyramide fehlten solch große
Steinvorkommen und sie hatten noch nicht das nötige Wissen, die
Steinblöcke selbst vor Ort „herzustellen“! Oder vielleicht
doch?! Im Jahre 1889 fand der Ägyptologe C. E. Wilbour mehrere alte
Steinplatten, die mit Hieroglyphen übersät waren. Diese Steinplatten
berichten von der Zeit des Pyramidenbaus. Sie geben Auskunft über den erste
Pyramidenbauer Djoser (2609 – 2590 v. Chr.), und dass ihm der Gott Chnum
insgesamt 29 Mineralien, viele in der Natur vorkommende Bindemittel und diverse
natürliche Chemikalien nannte, womit es ihm möglich war, die für
den Bau seiner Stufenpyramide nötigen Monolithen synthetisch herzustellen.
Durch verschiedenste Tests konnte der Archäologe Prof. Joseph Davidovits
seine Theorie weiter erhärten, indem er einen unnatürlich hohen
Wassergehalt in den Monolithen entdeckte. Auch die Monolithen der Cheopspyramide
weisen einen erhöhten Wasseranteil auf. Außerdem wurde in einem der
Monolithen mehrere menschliche Haare entdeckt, die, sollte die Theorie
tatsächlich stimmen, wohl von einem der „Betonmischer“ stammen.
Es ist nicht unbedingt unmöglich, dass die Ägypter die Kunst des
„Betonmischens“ zu dieser Zeit beherrschten, da es zu dieser Zeit
ebenfalls bereits möglich war, verschiedene Werkzeuge, die die Ägypter
benötigten, mit Hilfe von Gussformen herzustellen. Wieso sollte es ihnen
also nicht möglich gewesen sein, die Monolithen, die sie für den Bau
der Cheopspyramide verwendeten, synthetisch herzustellen.
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